Nachteilsausgleich

Der im Schulgesetz festgestellte Erziehungs- und Bildungsauftrag umfasst auch die individuelle Förderung von Schülern mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Förderbedarf.

Das Schulgesetz und die dazugehörigen Verordnungen (z.B. § 6 Abs. 9 APO-SI) stellen in diesem Zusammenhang ausdrücklich fest, dass diese Schüler  einer besonderen Unterstützung bedürfen, um erfolgreich im Unterricht mitarbeiten zu können. Die besondere Unterstützung kann neben einer sonderpädagogischen Förderung auch in der Gewährung eines Nachteilsausgleichs liegen. Als Nachteilsausgleich kommen nach § 6 Abs. 9 APO-SI, z.B. eine Verlängerung von Vorbereitungszeiten und Prüfungszeiten oder sonstige Ausnahmen vom Prüfungsverfahren in Betracht (u.a. modifizierte Aufgabenstellungen, Verwendung technischer, elektronischer oder sonstiger apparativer Hilfen). Einen Nachteilsausgleich gibt es also – was oft verkannt wird – nicht nur bei einer Lese-Rechtschreibschwäche.

Sie haben Fragen zum Nachteilsausgleich? Dann können Sie uns gerne kontaktieren. Rechtsanwalt Dr. Felix Winkler ist spezialisiert auf Schulrecht. Wir beraten Sie umfassend und helfen Ihnen gerne auch Ihre rechtlichen Interessen geltend zu machen.